Küste gegen Plastik Lädt...
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Laure Green - Der "Kreislauf-Rucksack"

Das Wort „Kreislaufwirtschaft“ ist häufig genau das: ein Wort. Noch viel zu oft sind unsere Wirtschaftsverläufe nämlich linear, was bedeutet: Produktion, Entsorgung, Neuproduktion. Von einem echten Kreislauf kann dabei nicht die Rede sein. Dies ist insbesondere bei Plastik ein großes Problem, da es vielfach der sogenannten „energetischen Verwertung“ zugeführt wird, was nichts anderes bedeutet, als dass es verbrannt und damit zur Energieerzeugung genutzt wird. Zudem entsteht hochtoxische Schlacke, die endgelagert werden muss.

Der andere häufige Fall: „downcycling“ – hier wird Material zwar wiederverwendet, allerdings nicht um gleichwertige Produkte herzustellen, sondern um das Recyclingmaterial in minderwertigen Produkten zu verwenden. Egal, welcher dieser Wege eingeschlagen wird, ein wirklicher Kreislauf ist es nicht.

Umso erfreulicher ist es, wenn sich Andersmacher zum Ziel setzen: Es geht auch richtig! Ein Beispiel dafür ist Laure Green – denn hier übernimmt ein Unternehmen echte Materialverantwortung! Laure Green produziert Rucksäcke aus 100% recycelten PET-Flaschen, aber auch aus den eigenen getragenen Rucksäcken, die das Unternehmen von ihren Kunden zurücknimmt, wenn diese ihr Produkt nicht mehr nutzen wollen. Und das Besondere an diesem Kreislauf ist, dass es sowohl dem Unternehmen als auch den Kunden hilft! Denn durch die Rücknahme der Rucksäcke ist gewährleistet, dass brauchbares Material zum Recycling vorliegt und die Kunden können sich sicher sein, dass ihr Produkt nicht zur Umweltbelastung wird.

So werden durch die konsequente Nutzung von Recyclingmaterial keine weiteren fossilen Rohstoffe benötigt. Es müssen keine Rohstoffe bspw. für Biokunststoff verwendet werden, die häufig in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Es entsteht kein Plastikmüll, der in der Natur landet. Kurzum: „Kreislaufwirtschaft“ ist hier nicht nur ein Wort, sondern ein echtes Prinzip. Das freut uns als Verein sehr und zeigt einmal mehr: Es gibt Alternativen zu unseren gewohnten Wirtschaftsabläufen! Schön wäre es, wenn mehr Unternehmen dem Beispiel von Laure Green folgen und Verantwortung für ihre Produkte sowie deren Verpackung übernehmen.

„Ich habe am Anfang erst einmal die gesamte Lieferkette durchtelefoniert, um sicherzustellen, dass die Rucksäcke auch wirklich Kreislaufprodukte sind.“, berichtet uns Andreas Laure, Inhaber von Laure Green. „Das Schwierigste ist aktuell, mit begrenztem Werbebudget die richtigen Leute anzusprechen.“, so Laure weiter. Diese Erfahrung begegnet uns immer wieder. Viel zu häufig sind Plastik-Alternativen im Wettbewerb mit großen Anbietern wenig sichtbar. Unsere Kampagne zeigt jedoch: Die potentiellen Kunden gibt es und sie wollen eben jene Alternativen. Ein guter Anlass also für unsere Andersmacher-Geschichten!

Laut Aussage des Herstellers kann durch die konsequente Produktion in Europa und die damit verbundenen kurzen Lieferwege außerdem noch viel CO2 gespart werden im Vergleich zu Produkten, die quer über die Welt transportiert werden.

Für weitere Informationen: www.laure-green.com

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